| Hirnleistungstestverfahren |
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Die Mini-Mental-State-Examination (abgek. MMSE, MMSt, Mini-Mental) oder nach dem Autor Folstein-Test ist das verbreitetste Screening-Verfahren für Gedächnisstörungen. Der Mini-Mental-Status ist ein Fragebogen, der zur Beurteilung des Vorliegens von demenziellen Erkrankungen eingesetzt wird. Es muss berücksichtigt werden, dass damit keine Diagnosestellung der verschiedenen Demenz-Formen etc. möglich ist. Er behandelt u. a. die Aufgabenfelder Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache.
Uhrentest nach Shulman
Hegt man den Verdacht, dass ein betagter Mensch ob äußerst auffälliger Gedächtnisstörungen bereits den Zustand der "Demenz" erreicht hat, kann der schnell und einfach durchzuführende "Uhrentest" nach Shulmann einen weiteren Anhaltspunkt liefern.
Der DemTect-Test dauert sieben bis zehn Minuten. Er kann von geschultem Personal abgenommen werden.
Bei den fünf Untertests müssen
zehn vorgelesene Worte wie "Teller" oder "Apfel" sofort auswendig wiederholt werden,
Zahlen als Zahlwort geschrieben werden und umgekehrt Zahlwörter als Zahlen,
in einer Minute möglichst viele im Supermarkt erhältliche Dinge genannt werden,
Zahlenfolgen in umgekehrter Reihenfolge wiederholt werden,
und die eingangs genannten zehn Begriffe nochmals wiederholt werden.
Für die Leistungen in den Untertests werden gemäß einer Umrechnungstabelle Punkte vergeben. Dabei wird berücksichtigt, ob die Patienten jünger oder älter als 60 Jahre sind.
Die Punkte werden dann zum Test-Gesamtergebnis addiert. Je nach Gesamtergebnis wird zwischen altersgemäßer Leistung, leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenz-Verdacht unterschieden.
Ein ausführlicher Test zum Demenz-Screening ist etwa der SKT (Syndrom-Kurztest). Da bei dem Test mit bunten Bildern und Spielsteinen gearbeitet wird, hat er einen spielerischen Charakter. Die Patienten akzeptieren ihn daher meist gut.
Der SKT dauert etwa 15 Minuten und kann auch von geschultem Praxispersonal abgenommen werden. Um bei einer Verlaufskontrolle Lerneffekte auszuschließen, gibt es den SKT in neun Parallelformen.
Der SKT besteht aus neun Untertests, die alle ein Zeitlimit haben. Unter anderem müssen Gegenstände benannt und wiedererkannt, Zahlen gelesen und geordnet werden. Für die Auswertung werden die in den Untertests ermittelten Punktwerte unter Berücksichtigung von Alter und Intelligenzniveau in Normwerte umgewandelt.
Je nach SKT-Gesamtwert hat dann die getestete Person keine kognitiven Leistungsstörungen, leichte kognitive Leistungsstörungen (fraglicher Beginn eines dementiellen Syndroms) oder ein dementielles Syndrom in leichter, mittelschwerer, schwerer oder sehr schwerer Ausprägung.
Um den SKT richtig auswerten zu können, ist es nötig, nachträglich das Intelligenzniveau des Getesteten vor Beginn der jetzt möglicherweise vorliegenden Demenz-Erkrankung zu ermitteln. Das ist in etwa fünf Minuten mit dem Mehrfach-Wortschatz-Intelligenztest (MWT) möglich: Aus 37 Wortreihen mit jeweils fünf Begriffen - vier davon sind fiktive Neubildungen - muß das wirklich existente Wort herausgefunden werden. Eine Reihe ist etwa "Umma - Pamme - Nelle - Ampe - Amme". Mit jeder Wortzeile wird es schwieriger.
Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenztest (MWT) ist der Oberbegriff für mehrere Tests (MWT-A, MWT-B, MWT-Erstform, TPL = Test für das prämorbide geistige Leistungsniveau), die nach dem gleichen Schema aufgebaut sind und das Gleiche messen sollen.
Die MWT-Versionen sind Leistungstests zur Messung des allgemeinen Intelligenzniveaus, speziell des Niveaus der kristallisierten Intelligenz. Sie können als Individual- und Gruppentest bei Erwachsenen eingesetzt werden. Mit ihnen erhebt man eine Wissensstichprobe, was nur geringe Anforderungen an die aktuell verfügbare Leistungsfähigkeit stellt. Daher werden die Ergebnisse kaum von leichten bis mittelschweren psychischen Störungen beeinflusst (Intelligenzspurentest). Bei derartigen Zuständen wendet man MWT-Versionen zur Abschätzung des prämorbiden Intelligenzniveaus an. Dies gilt beispielsweise für Befindlichkeitsstörungen, aber auch Depressionen und Demenzen.
Aufbau des MWT-B
Er besteht aus einer kurzen Anweisung für die Testperson, in jeder der folgenden Zeilen herauszufinden, ob es eines der präsentierten Wörter gibt. Dieses sei gegebenenfalls durchzustreichen. In jeder Zeile steht nach dem Mehrfachwahl-Prinzip (multiple-choice) ein umgangs- oder wissenschaftssprachlich bekanntes Wort unter vier fiktiven Neukonstruktionen. Beispiele (etwas verändert):
Oher – Ohr – Ehr – Ereh - Hor
Sukiff - Fasek – Siuke - Fiskus - Fuske
Nadir – Ridan – Nailer – Radin – Nidar
Die insgesamt 37 Items sind nach dem Schwierigkeitsgrad angeordnet. Die Gesamtzahl der richtig angekreuzten Zeilen wird mit den Leistungen einer repräsentativen Stichprobe deutschsprachiger Erwachsener von 20 bis 64 Jahren (n = 1.952) verglichen.
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