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Akupunkturbehandlungen sind im Allgemeinen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.
Seit dem 01.01.2007 übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für 10 Behandlungen (im Ausnahmefall bis 15x) im Krankheitsfall mittels Körperakupunkturnadeln für folgende Krankheitsbilder:
chronische Lendenwirbelsäulenbeschwerden
und/oder chronischer Kniebeschwerden.
Sonstige Krankheitsbilder werden damit nicht abgegolten!!
Alle sonstigen Akupunkturleistungen und Leistungen der TCM werden privat nach der GOÄ ( Gebührenordnung für Ärzte ) vom Patienten bezahlt.
Sie schließen vor Beginn der Behandlung mit dem Arzt einen Behandlungsvertrag, der die Formalitäten regelt.
Manche Erkrankungen, die nach schulmedizinischen Gesichtspunkten nicht eindeutig zugeordnet werden können, können in unserer Praxis mit Methoden der TCM diagnostiziert und behandelt werden.
Akupunktur wirkt schmerzlindernd, aktivierend auf die Vitalität, energetisch ausgleichend, entspannend und steigert die Abwehrkraft. Nach Vorstellung der TCM bewirken die gesetzten Nadeln eine Harmonisierung des gestörten Energieflusses im Körper, die energetische Waage Yin und Yang ( universelles Gegensatzprinzip, die zwei Seiten unseres Seins ) kommt wieder in ihr Gleichgeweicht, Selbstheilungskräfte werden aktiviert, Beschwerden verschwinden.
Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass das Qi oder Chi (Lebensenergie) in 14 Hauptkanälen oder Meridianen durch den Körper fließt. Das Qi besteht aus den beiden gegensätzlichen Kräften Yin und Yang. Die Yin- und Yang-Energien befinden sich in einem ständigen Fluss, der Ausgleich und Harmonie ermöglicht. Wenn der Energiefluss blockiert wird, entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den Energien und es kommt zu Krankheit und Schmerz. Auf den 14 Meridianen (Energiebahnen) sind über 350 Akupunkturpunkte verteilt, die manipuliert werden, um den Energiefluss zu regulieren.
Die schmerzlindernde Wirkung der Reiztherapie ist erklärbar: Durch die Akupunktur kommt es zu einer Ausschüttung dämpfender Botenstoffe. Die Schmerzsignale werden dadurch nicht mehr oder nur noch in einem geringeren Umfang an das Großhirn weitergeleitet. Erst im Gehirn werden die Signale als Schmerz wahrgenommen.
Gerade dann, wenn konventionelle Behandlungsmethoden nicht mehr greifen, sind Heilverfahren der Regulationsmedizin wie die Akupunktur für viele Patienten der letzte Rettungsanker. Doch wie wirkungsvoll ist die Akupunktur? Die weltweit größten Akupunkturstudien gerac (german acupuncture trials) gingen der Sache auf den Grund, erste Ergebnisse der Kohortenstudie mit ca. 40.000 Patienten liegen nun vor: Es zeigt sich, dass die Akupunktur eine relativ sichere Behandlung ist. Bisher stellten die Wissenschaftler so gut wie keine unerwünschten Wirkungen fest – hingegen trat bei 89,8 Prozent der Patienten eine Linderung der jeweiligen Beschwerden auf.
Bei der Akupunktur nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ergab sich in den Studien eine Erfolgsrate von 47,7%, für die gerac-Akupunktur (Sham) immerhin 44,2% und für die Standardtherapie (konventionell orthopädisch: medikamentös, Physiotherapie) nur 27,4%.
| Was sollten Sie bei der Behandlung beachten? |
Eine Behandlung dauert ca. 20-30 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Art des Leidens und von eventuellen Therapiehindernissen ( Rauchen, Cortisoneinnahme ) ab.
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Die benötigte Nadelzahl pro Behandlung ist variabel, ca. 10-20 Nadeln pro Sitzung.
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Kommen Sie ohne Zeitdruck zum Termin, innere Ruhe unterstützt die Therapie.
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Der Einstich durch die Haut ist natürlich zu spüren. Bei bestimmten Akupunkturpunkten muss in der Tiefe kurz ein dumpf-ziehendes, manchmal elektrisierendes Gefühl, das sogenannte "de Qi" ( sprich: de tschie ) ausgelöst werden.
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Signalisieren Sie, wenn ein brennendes oder schmerzhaftes Gefühl fortbesteht, die Nadel wird dann korrigiert. Ein dumpfes Schwellungs- oder Druckgefühl sowie Wärme sind hingegen normal und erwünscht und können auch noch nach der Behandlung vorhanden sein.
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Akupunktur kann mit einer Moxibustion (gezielte Wärmeanwendung durch das Verglühen von Beifußkraut über den Akupunkturpunkten), mit Schröpfbehandlung, Ohrakupunktur, Entspannungstechniken, Pflaumenblütenhämmerchen, chinesischen Kräutern und Diätetik verknüpft und in ihrer Wirkung intensiviert werden.
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Eine Akupunkturbehandlung beinhaltet bei erfahrenen Behandlern keine Risiken. Fragen Sie nach der Qualifikation des behandelnden Arztes.
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Infektionen sind durch die Verwendung von sterilen Einmalnadeln ausgeschlossen. Frauen, die schwanger sind und Patienten, die blutgerinnungshemmende Medikamente ( Falithrom, Marcumar, Heparin ) verwenden, müssen dies unbedingt vor der Behandlung mitteilen.
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